Ausstellung „Junge Kunst“
Vernissage 10.4.2026 19:00
Eröffnung durch Wolfgang Giegler
Öffnungszeiten Sa+So 14:00-18:00 und nach Vereinbarung
Ausstellungsdauer bis 26.4.2026
Finissage: 26.4.2026
15:00 Artist Talk
16:00 musikalische Untermalung (Konzert) von Jasmin und Marc
Die Ausstellung „Zwischen den Linien am Ende der Eindeutigkeit“ versammelt fünf künstlerische Positionen, die sich mit dem Auflösen klarer Bedeutungen und dem Sichtbarmachen von Zwischenräumen beschäftigen. Im Zentrum steht die Frage, was geschieht, wenn Gewissheiten brüchig werden und sich Wahrnehmung nicht eindeutig festlegen lässt. Die Arbeiten bewegen sich dabei zwischen Andeutung und Fragment, zwischen Sichtbarem und Verborgenen – und eröffnen Räume, in denen Mehrdeutigkeit als künstlerisches und menschliches Prinzip erfahrbar wird.
Die fünf Künstlerinnen Anna Doppler, Ina Fasching, Lisa Kunit, Sarah Mang und Daniela Prokopetz bringen dieses Thema in jeweils unterschiedlicher künstlerischer Form in Beziehung zueinander.
Anna Doppler beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit dem Perspektiven-wechseln, dem Erforschen und der Verbindungen von Malerei, Landschaft, Objekten und Textilien und ermöglicht dadurch neue visuelle Verbindungen und spielerische Zugänge.
Sarah Mang untersucht in ihrer multisensorischen und taktilen Kunst Fragen der Inklusion und Wahrnehmung. Sie beschäftigt sich mit der Gleichzeitigkeit digitaler, interaktiver und haptischer Kommunikationsformen und wie wir über sie in Beziehung zur Welt treten.
Daniela Prokopetz nähert sich der Mehrdeutigkeit über Materialität und Schichtung, wodurch ihre Werke eine haptische Dimension des „Dazwischen“ eröffnen. Ein Aufzeigen einer Gleichzeitigkeit von Lebendigkeit und des Unkontrollierbaren, Wuchernden und Morbiden.
In Ina Faschings Werk spielt das Thema Werden und Vergehen eine ähnlich wichtige Rolle. Der Ausdruck und das Ausloten von Vergänglichkeit. Das Verdichten von Linien und das gleichzeitige Betonen der Leerstelle im Werk als Form bewusster Auslassung.
Bei Lisa Kunit zeigt sich die Ambivalenz im Eindruck einer scheinbaren Direktheit der dargestellten Elemente und Figuren und der gleichzeitigen Verkörperung des Zweifels. Von Idylle und Gefahr, dem Umschlagen von Vorder- und Hintergrund.
Gemeinsam ist allen fünf Positionen ein sensibles Gespür für Ambivalenz und Übergänge. In der Gegenüberstellung wird deutlich, wie unterschiedlich sich das Motiv der Uneindeutigkeit formulieren lässt: als visuelle Störung, als erzählerische Fragmentierung, als materielle Verdichtung, als prozesshafte Spur oder als radikale Leere.
Gerade in dieser Vielfalt entsteht ein vielschichtiger Dialog über das, was sich nicht eindeutig sagen, aber umso intensiver erfahren lässt. Einem bewussten Aufzeigen einer Ambivalenz, einem Spannungsfeld, einem Dazwischen, einem Sowohl als Auch.
