Weltentraum VENUS und andere TraumWELTEN
Artikel und Foto in der NÖN von Christa WALLAK

Leslie De Melo präsentiert unter dem Titel „Weltentraum Venus und andere Traumwelten“ eine Auswahl an Bildern aus vier Werkserien.Ulrike Dana Raimann, die bei der Vernissage die Werke vorstellte, meinte: „Zum besseren Verständnis von De Melos Bildern sollte man seine Geschichte kennen, denn Beobachtungen aus seinem Leben inspirieren ihn.”
De Melo ist indischer Abstammung, wurde aber 1953 in Dar-es-Salam in Tansania geboren, übersiedelte mit zehn Jahren nach Indien und kam 1976 nach Wien, wo er Wirtschaft an der WU studieren sollte, dann jedoch an die Akademie der bildenden Künste wechselte. Heute lebt und arbeitet er als Bildhauer, Maler und Zeichner in Wien und Indien.
Sein Zyklus „Weltentraum Venus“ lässt die Göttin der Liebe mit Wesen aus der Tierwelt interagieren. Stimmung und Emotionen kommen durch kräftige Farben zum Ausdruck. „Der Aufbau des Kolorits und der Formen nehmen unvermittelte Wendungen, vergleichbar den Sequenzen in den Bildern des Traums”, erklärt der Künstler. Leuchtende Farben dominieren die Ausstellung – auch bei den Serien „Desperate Hope“ und „Beyond the Void“. Im Kontrast dazu die „tätowierten Rosenverkäufer“, Zeichnungen in Graphit auf Papier. Der Hintergrund: In Wien beobachtete De Melo Rosenverkäufer, die ihre Blumen den Gästen in Restaurants anbieten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Tätowierungen sind Originalentwürfe des Künstlers und verweisen auf die Universalität der Schönheit, wie sie in verschiedenen Kulturen auf dem Körper Ausdruck findet.

