Delacher Birgit

WIR:KWT 2026 „mit:welten“ Gemeinschaftsausstellung 21.08-06.09.2026
„WIR sind viele Welten unter ein und demselben Himmel“ – ein Plädoyer für Menschlichkeit und Toleranz

wort wird bild
bild wird wort
die schnittstelle von sprache und form
reduzierte setzungen treffen auf visuelle struktur
es geht nicht um erklärung
sondern um veränderung

Hoffnung: Die, die zuletzt stirbt.
Die Hoffnung, die zuletzt stirbt, inmitten aller finsteren Zeiten und dunkler Gedanken. Die Inspiration dazu stammt von einer kleinen Narzisse im Frühling. Grün gibt es überall, in jedem Menschen, in jeder Zeit, auch wenn oft verborgen unter Negativem und Bedrohlichen. Es lohnt, sich auf ihre Suche zu machen, mag sie auch noch so beschwerlich sein. Hoffnung ist eine treibende Kraft, die nie verloren gehen darf, auch wenn es manchmal viel Mut, Energie, Ausdauer und Weitsicht kostet. Die Blume, noch in Knospenform, bahnt sich ihren Weg aus dem Dunkel nach oben ins Licht, begleitet von ein paar weiteren zarten Trieben. Tief unten gibt es noch mehr Grün, noch mehr Leben, bald wird es sich ebenfalls an die Oberfläche wagen. Irgendwann wird sich die Knospe öffnen. Dann, wenn es am dunkelsten ist.

Schutzraum: Der eine Ort oder meine Heimat
Kunst zu erschaffen, bedeutet auch, sich mit eigenen Ängsten, Zwängen, Unsicherheiten und großen Emotionen auseinanderzusetzen. Und sich dem zu stellen.
Dafür braucht es Ruhe und Zeit. Im Schutzraum findet man beides, dort darf alles stattfinden. In Sicherheit, verborgen vor Blicken, Gesten, Gedanken und Worten anderer Menschen, die draußen vorbeileben.
Innen grün, als Farbe der Hoffnung, des Lebens, der Zuversicht, der Sicherheit.

Beide Arbeiten: Tusche und Mischtechnik auf Papier, 40 × 50 cm.

io arbeitet mit Sprache und Bild. Worte sind nicht Beschreibung, sondern Ideengeber. Aus Schrift und Worten entstehen – ausgeführt in Tusche und ergänzt durch weitere Materialien – reduzierte Bildformen. Die Arbeiten legen Bedeutung nicht fest, sondern öffnen sie. Sprache wird sichtbar, Bild wird lesbar. Texte treten nicht als Beschreibung auf, sondern stehen gleichberechtigt neben den bildnerischen Elementen und erweitern die Wahrnehmung über das rein Sichtbare hinaus.

io
wortbildkunst
www.wortbildkunst.com
io@wortbildkunst.com