Ulrike Bültemeyer G.E. Mag.art.

WIR:KWT 2026 „mit:welten“ 21.08-06.09.2026

„WIR sind viele Welten unter ein und demselben Himmel“ – ein Plädoyer für Menschlichkeit und Toleranz

Drape Orange No4, Öl auf Leinwand, 135 x 95 cm 2025

Zum Thema mit.welten wähle ich diesmal ein sehr persönliches Werk aus, welches meinen inneren Seelenzustand im Konflikt mit dem Loslösen aus der Welt der familiären Erwartungen spiegelt.
Als Kernkonflikt, kann die Rolle der Mutter gesehen werden, die immer etwas verlangte, das man angeblich erfüllen muss. Wenn man dies nicht erreicht hat, ist man schuld – aber Schuld woran? Mit welchem Recht wird verlangt und beschuldigt?
Ich stehe heute im Zwiespalt mit der Konfrontation von jüngeren Generationen, und dem Aufbrechen dieser sozialen Strukturen und Lebensmodelle, da meine Erziehung und mein Leben geprägt waren, vom Erfüllen von Meilensteinen im Lebenslauf nach dem traditionellen europäischen Lebensmodell. Seit ich selbst Mutter bin, versuche ich keine Erwartungen zu verlangen, die dann nicht erfüllt werden würden.
Dieses sich drehen und verflochten sein, gar eingesponnen sein, von Forderungen und Schuldgefühl, begleitet Frauen in unserer Gesellschaft so stark wie noch nie!
Die Bilder der Serie Drape stellen jeweils einzelne Frauen dar, die in ihr Gewand gehüllt/gewickelt sind. Aus dem Hintergrund treten Wischspuren von abstrakter Malerei auf, die sich über die gemalte Figur erstrecken, diese zum Teil verschwimmen lassen, und sinnbildlich für die Einflüsse der Gesellschaft stehen,
welche auf die Person einwirken. Die Malerei ist realistisch mit teilweise abstrakten Störungen oder Rinnspuren.
Zentrale Arbeiten sind die Ölgemälde und Grafiken mit der Variation des Themas des Gesichtes. Die realistischen Frauenbildern mit mehreren Gesichtern, veranschaulichen die verschiedenen Persönlichkeiten, bzw. die Instanzen der Psyche. Ebenso kann es als innerer Konflikt zwischen der mahnenden Stimme von außen und dem eigenen Widerstand gesehen werden.

Ulrike Bültemeyer Mag.art.


Die aus Klagenfurt stammende Künstlerin, studierte in Wien an der Akademie der Bildenden Künste  Restaurierung, und absolvierte die Salzburger Sommerakademie bei Georg Eisler und Xenia Hausner. Gegen zahlreiche Tendenzen in der zeitgenössischen Kunst seit den 90er Jahren, welche die figurative Kunst als überholt ansahen,  blieb die Künstlerin der gegenständlichen Malerei immer treu.
lebt und arbeitet in NÖ und Wien

AUSBILDUNG

1994- 2000  Hauptuniversität Wien, Institut für Kunstgeschichte
1996  Internationale Sommerakademie Salzburg  – Malerei  bei Georg Eisler
1998 – 2003  Akademie der Bildenden Künste Wien, Meisterklasse Konservierung und Restaurierung 
2001 Internationale Sommerakademie Salzburg  – Malerei bei Xenia Hausner
2003 Akademie der bildenden Künste Diplom

Malerei

Die zentralen Bildthemen sind Menschen in alltäglichen Lebenssituationen und Portraits von Personen in komplexen Seelenzuständen.
Das Beobachten von Menschen war schon im Kindesalter ausgeprägt, wo Ulrike Bültemeyer als wortkarges Kind mit flitzenden Augen alles genau beobachtete.
Auf Aussichtspunkten sowie zentralen Plätzen  wird weniger der point of interest betrachtet, als die umgebenden Passanten, welche zu Inhalten der Gemälde verwendet werden.
Der Betrachter dieser Bilder wird so auch gleichsam zum Beobachter. Ein Wechsel zwischen Staffage-und Repoussoirfigur kennzeichnen die Bilderserie „Betrachtungen“. Es handelt sich einerseits um Rückenfiguren, welche unseren Blick leiten, und wir stellen uns vor, was diese gerade beobachten mögen, andererseits ist man mit einer Person oder Gruppe konfrontiert, die nun vom Betrachter des Bildes selbst beobachtet wird.
Malerisch wird nur das Wesentliche ausgeführt, die Personen oder Dinge im Fokus, der Hintergrund die Umgebung treten in die Unschärfe oder Bedeutungslosigkeit.
Zentrale Gedanken sind Einsamkeit, Stille und Zweifel, die diesen Bildern einen sozialkritischen Aspekt geben.

Objektkunst

Neben den malerischen Arbeiten liegt ein Schwerpunkt in der Konzeptkunst von Kleinobjekten und Collagen, welche im Kontext mit der Beschäftigung mit alter Kunst und Kultur resultieren. So werden historische Techniken wie Wismut- und  Schiefermalerei wiederaufgegriffen und adaptiert. Themen wie Votivgaben und Heiligenbilder werden mit modernen Materialien wie Alufolie und Plastik in den zeitgenössischen Kontext übertragen. So werden neue Heiligenschreine und -Bilder sowie Votivgaben aus Müll recycelt oder mit modernen Techniken wie Diamond Painting ausgeführt. Eine umfassende Werkansammlung entsteht hier mit den Themen : Ex Voto – Votivbild modern interpretiert, und Vera Icon – das wahre Abbild – moderne Heiligenbilder in Mode und Populärkultur.


WIR:KWT 2025 vom glücklichen Zufall

KYOTO 2025
Öl auf Leinwand, 110 x 165 cm € 3.200

Thematisch spielt das Gemälde mit dem Thema des Zufalls. Ein Zufall führt Einen auf
eine vorher nicht geplante Richtung. Eine Umleitung des Lebensweges, die neue
Einflüsse mit sich bringt. So hat in meinem persönlichen Lebensweg der Zufall oft
Entscheidungen verändert und vorallem neue Ideen für meine kreative Arbeit geliefert. In
diesem Bild wird eine Japanerin in Kyoto dargestellt, welche sich mitten am Weg
niederkniet, und einen Schnappschuss macht. Sie hat vermutlich Glück, durch einen
Zufall etwas Besonderes entdeckt zu haben. Diese Szene konnte ich durch eine
Dienstreise, die im Zuge meines Berufes erfolgte, beobachten. Die Japanreise lieferte
mir glücklicherweise somit zufällig viele Bildideen für meine Malerei.
Die eingereichte Arbeit ist ein großformatiges Leinwand Gemälde in Ölfarbentechnik.
Stilistisch kann es der neuen gegenständlichen Malerei zugeordnet werden. Die Szene
ist diesmal skizzenhaft und eher grafisch gemalt, und scheint sich in abstrakten
Farbwischern zur linken Bildhälfte hin aufzulösen.


WIR:KWT 2024 GEM]EINSAM[

In Ruhe – Öl auf Leinwand, 120 x 135 cm aus der Serie EISBACH

WIR:KWT 2023 „wenn jemand eine Reise tut …“

Tryptichon:
HIER: 115×90, Öl auf Leinwand 2017
DORT: 115×80, Öl auf Leinwand 2017
FORT: 115×70, Öl auf Leinwand 2017

AUSSTELLUNGEN

1996 Klasse Georg Eisler – Sommerakademie Salzburg
2001  Klasse Xenia Hausner – Sommerakademie Salzburg
2002 Euopahaus Klagenfurt ( Einzelausstellung )
2003 Galerie Milana Zezuly, Brünn (CZ)
2004 Kunstmesse Salzburg
2005 Internationale Kunstausstellung Hollfeld ( D)         
2006   Kunstverein Salzburg Jahresausstellung der Mitglieder
2006 Garagengalerie Salzburg ( Einzelausstellung)
2007 Kunstverein Bad Wörishofen ( D)
2008 Stadtgalerie Klagenfurt Soccer Art Award
2009 Unikat – Tag der offenen Tür
2012   Kunstquartier Wien 1120, Offenes Atelierhaus
2023   Kunstwerkstatt Tulln Mitgliederausstellung